Online-Werbung aus Billigländern
Die auslagernden Agenturen zahlen zwischen 20 und 50 Prozent weniger als für eine Beauftragung innerhalb der USA, berichtet das „Wall Street Journal“. Dabei besteht zwischen den beauftragenden Unternehmen und den Agenturen im Ausland meist überhaupt kein Kontakt. Die Agentur „AvVenta“ hat von diesem Trend bereits profitiert und beschäftigt weltweit 415 Angestellte, unter anderem in San Jose und Kiew.

Quelle: www.avventa.com
Die Auslagerung von Online-Werbung in Billigländer ist zwar noch nicht flächendeckend etabliert, aber auch längst keine Randerscheinung mehr: Allein die Agentur „AvVenta“ betreut unter anderem aus Costa Rica Kunden wie Yahoo, Apple, Kraft und Mercedes Benz
Den Trend zum Outsourcing haben auch die großen Netzwerkagenturen bereits erkannt: So hat die Publicis Gruppe bereits die US-Online-Marketingfirma „Digitas“ aufgekauft, die inzwischen sogar ein Produktionsunternehmen ins Leben gerufen hat, das die Outsourcing-Aktivitäten managt. „Prodigious“ arbeitet unter anderem auch mit „AvVenta“ und der bulgarischen Agentur „Stanga“ zusammen.
In Deutschland ist nach Angaben des Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) der Trend zur Produktionsauslagerung bislang noch nicht wirklich spürbar. Mögliche Gründe dafür sind, dass die Entfernung die interne Kommunikation erschwert, zudem werden bislang kreative Arbeit und Produktion oft unter einem Dach umgesetzt. Die Bereiche voneinander zu trennen, würde eine völlig neue Struktur und Herangehensweise von den Agenturen erfordern.




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