92 Prozent aller neuen Marken sind Flops

Marken nehmen in Zeiten des globalen Wettbewerbs eine wichtige Bedeutung ein. Gleichzeitig wird es zunehmend schwieriger, eine neue Marke am gesättigten Markt zu positionieren. Dies ist ein Ergebnis des eurobrand symposiums 08, das im Februar in Wien stattgefunden hat. Thema war daher unter anderem die Frage, wie sich bestehende Markenführungssysteme in Zukunft verändern müssen. Wird Markenführung in Zukunft von Kreativität und Emotionen oder von systematischen Marktforschungsmethoden bestimmt werden?

Litfass
Quelle: Peter Herlitze / Pixelio
Die Werbung hat sich in den letzten Jahrzenten enorm weiterentwickelt. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Marken an sich gibt es erst seit wenigen Jahren


Es bestehe Einigkeit darüber, dass es ein gewisses Maß an Kreativität brauche, um eine starke Marke zu kreieren, sagte Martin Prantl vom Marktforschungsinstitut AC Nielsen gegenüber „pressetext“. Wenn sich eine Marke aber einmal in einer Phase befinde, wo sie zum Wachsen gebracht werden solle, sei die intensive Auseinandersetzung mit den Marktmechanismen unumgänglich. Marktforschung sei ein wichtiges Instrument für die Markenführung.

Für die erfolgreiche Positionierung einer Marke müsse allerdings auch das Produkt stimmen und viel Glaube und unternehmerischer Mut vorhanden sein. Denn 92 Prozent aller neu eingeführten Marken seien Flops, so Paul Schauer von der MediaAustria Gruppe. Der Bedarf nach spezifischen Beratungs- und Steuerungsaktivitäten ist daher groß, die Bewertung von Marken jedoch eine noch junge betriebswirtschaftliche Disziplin. Sie wurde in Europa erst in den letzten 10 Jahren entwickelt.


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