Fernsehen kämpft mit Zuschauerschwund

Quelle: Günter Z. / Pixelio
Das Fernsehen verliert an Zuschauern. Die Sehdauer ist insgesamt gesunken, gleichzeitig kämpfen immer mehr Sender um Marktanteile
Kinder zwischen drei und 13 Jahren kamen nur noch auf eine durchschnittliche Sehdauer von 87 Minuten pro Tag (3 Minuten unter dem Vorjahreswert). Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1992. Das größte Minus lieferte die 14- bis 29-Jährige Zielgruppe, bei der sich die Sehdauer von 140 auf 133 Minuten täglich verringerte (minus 7 Minuten). Erwachsene im Alter über 65 Jahren schauten genauso viel TV wie im Vorjahr und nutzten das Medium im Vergleich zu allen anderen Zielgruppen mit Abstand am meisten.
Auf die einzelnen Sender bezogen konnten insbesondere kleinere TV-Stationen Marktanteile gewinnen. Der Kölner Sender „VOX“ steigerte sich um knapp ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 5,7 Prozent Marktanteil. Auch Phoenix, N24 und N-TV legten zu. Verloren haben hingegen die großen TV-Stationen, darunter auch die öffentlich-rechtlichen. Die ARD blieb zwar Marktführer mit 13,4 Prozent, hat aber 0,8 Prozentpunkte gegenüber 2006 verloren. ZDF und RTL kamen mit 12,9 bzw. 12,4 Prozent ebenfalls auf einen geringeren Anteil als im Vorjahr.
Die besten Quoten überhaupt erzielte im vergangenen Jahr das Handballfinale Deutschland gegen Polen, das von der ARD ausgestrahlt wurde und 16,16 Mio. Deutsche vor die Fernseher lockte. Dahinter folgte mit 16,07 Mio. der Boxkampf Henry Maske gegen Virgil Hill, Rang drei ging an "Wetten, dass...?" am 20. Januar 2007 mit 13,53 Mio. Zusehern.




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