Seit einem Jahr berichtet eine Gruppe junger Studierender mit Podcast-Beiträgen über die Medienbranche, Fokus Public Relations. "pr on air" heißt das neue Programm, das als Podcast online zur Verfügung steht. Die bisher etwa 40 Folgen sind dabei innerhalb von 12 Monate nach Angaben der Macher bereits über 13.000 Mal angeklickt worden.
Quelle: Fachhochschule Osnabrück Standort Lingen
Der Podcast von "pr on air" kann im Internet angehört, abonniert und automatisch mit einem Mp3-Player synchronisiert werden
Die Idee und das Konzept sind ganz einfach: Die Medienwissenschaftler studieren am Lingener Institut für Kommunikationsmanagement der Fachhochschule Osnabrück. Dort produzierten Sie im Dezember 2007 für das dortige Campus Radio auch die erste Sendung. Seitdem spricht das siebenköpfige Team mit Journalisten, Pressesprechern, PR-Beratern und Wissenschaftlern über aktuelle Themen und Entwicklungen in der PR- und Medienbranche.
Weitere Informationen:
Themen im Dezember:
Agendasetting: Gespräch mit Rüdiger Ditz (SPIEGEL ONLINE) und Matthias Iken (Hamburger Abendblatt)
Kommunikation in der Finanzkrise - Ein Interview mit Klaus Rainer Kirchhoff (Kirchhoff Consult AG)
Ausgezeichnet: Scholz and Friends Agenda für die Präventionskampagne "Kein Täter werden"
Volker Martens (Faktor3 AG) zum Thema "Web 2.0 - Chancen für die PR"
Der Deutsche Presserat wird sich ab 2009 auch verstärkt auf die Kontrolle von Online-Medien konzentrieren, berichtet „pressetext“. Der Pressekodex, die moralischen Grundsätze der deutschen Journalisten, würden auch für Online-Angebote gelten, soweit sie nicht als Rundfunk einzustufen sind. Dann wiederum wären die Landesmedienanstalten und Rundfunkräte zuständig. Voraussetzung sei zudem, dass sie sich zum Pressekodex bekennen und sich der Spruchpraxis des Presserats unterziehen. Der deutsche Journalistenverband (DJV) begrüßte die Entscheidung des Presserats.
Quelle: Trägerverein des Deutschen Presserats e.V.
Derzeit ist der Presserat – auch laut eigener Internetseite – noch die „Freiwillige Selbstkontrolle gedruckter Medien“. Dies wird sich ab 2009 ändern
Plenum und Trägerverband des Deutschen Presserates hatten bereits im Frühjahr dieses Jahres eine Expertenkommission einberufen. Möglich ist, dass der Pressekodex für den Online-Bereich erweitert wird. Eine flächendeckende Beobachtung des Internets ist allerdings nicht geplant, vor allem nicht die Kontrolle von nutzergenerierten Inhalten.
Zu welchem Zeitpunkt werden E-Mails am besten versendet? Wie lang darf eine Betreffzeile sein? Und werden E-Mailings tatsächlich häufiger geöffnet, wenn sie personalisiert sind? Der österreichische Marketing-Anbieter „dialog-Mail“ hat für eine Einschätzung etwa 2 Millionen E-Mails analysiert.
Quelle S. Hofschlaeger / Pixelio
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind jedoch rein quantitativ. Ob beispielsweise Öffnungsraten von Mailings wirklich mit den genannten Faktoren oder letztlich doch mit dem Namen des Absenders, des Themas und der Betreffzeile zusammenhängen, bleibt also offenbar weiter ein ungelöstes Rätsel
Das beste untersuchte Mailing erzielte eine Öffnungsrate von 92 Prozent, während das schlechteste Mailing von gerade einmal 4 Prozent der Empfänger geöffnet wurde. Einige weitere Ergebnisse im Überblick:
Der beste Versandzeitpunkt ist Montag Abend (48 Prozent durchschnittliche Öffnungsrate)
Ein Mailing am Donnerstag Abend wird doppelt so häufig (+94 Prozent) geöffnet wie nachmittags
Personalisierte Betreffzeilen erzielen eine um 64 Prozent höhere Öffnungsrate als nicht-personalisierte Betreffzeilen
Sachliche Betreffzeilen haben eine deutlich höhere Chance, geöffnet zu werden, als Mailings mit werblichem Betreff (+28 Prozent)
Für die Länge der Betreffzeile gilt: Je kürzer, desto besser
An die Zeiten, in denen Onlinezugänge überwiegend von Universitäten und den „Early Adoptern“ mit ihren klobigen 300-Baud Akustikkopplern genutzt wurden, erinnern sich viele wohl bereits nicht mehr. Internet ist heute schnell, preiswert und nahezu überall verfügbar geworden.
Mit den sinkenden Preisen steigen die Ansprüche: Mittlerweile ermöglichen hohe Bandbreiten und massenfähige Softwaretechnik sogar auch Privatleuten und Vereinen den Einstieg ins Internet-TV. Und die lassen sich offenbar nicht lumpen.
Quelle: Gerd Altmann / Pixelio
Anbieter reagieren mit verschiedenen Paketen auf die steigende Nachfrage nach Internet-TV. Kleine Lösungen sind bereits ab monatlich ca. 20 EUR erhältlich, aufwendigere Lösungen kosten zwischen 80 und 400 Euro
Das einzige, was von den Nutzern in der Regel selbst geliefert werden muss, sind die Videos. Die Umwandlung und Ausstrahlung übernimmt eine Software, die sich in bestehende Internetseiten integrieren lässt. Sowohl das berühmte Urlaubsvideo als auch die Produktpräsentation ist somit zu erschwinglichen Preisen möglich geworden.
Die Preise richten sich meist nach dem Datenvolumen (Länge und Qualität der Videos), der gewünschten Geschwindigkeit sowie der Zahl der Nutzer, die zur gleichen Zeit das Video anschauen können.
Der Einsatz von Bewegtbild im Internet hat sich in Journalismus und Public Relations unterschiedlich stark etabliert. Dies zeigt die Bewegtbild-Studie 2008, die von der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der dpa-Tochter news aktuell durchgeführt wurde.
Quelle: obs/news aktuell GmbH
Zwischen dem 1. und 25. Juli dieses Jahres haben insgesamt 1.063 Journalisten und 1.337 PR-Verantwortliche an der Befragung der Uni Leipzig teilgenommen
Die Antworten der Befragten lassen dabei auf unterschiedliche Bedürfnisse von Journalisten und PR-Mitarbeitern schließen: So geben 60 Prozent der Journalisten an, dass ihre Redaktion bereits Bewegtbilder im Internet anbietet, zwölf Prozent haben konkrete Pläne dafür. Bei Pressestellen und PR-Agenturen bestätigten immerhin 40 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen oder entsprechende Auftraggeber bereits mit Video-Content arbeitet, 14 Prozent planen entsprechende Aktivitäten. Der Bedarf ist in der PR also noch nicht so hoch wie im Journalismus. Mit 26 Prozent stehen aber PR-Verantwortliche, die noch kein Bewegtbild im Internet nutzen, dem Thema etwa doppelt so aufgeschlossen gegenüber wie Journalisten (14 Prozent).
Quelle: YouTube / Uni Leipzig, Bewegtbildstudie 2008
Video über die Studie der Uni Leipzig im Auftrag von news aktuell
Die Studien-Ergebnisse zeigen insgesamt, dass sowohl Journalisten als auch PR-Mitarbeiter das Potenzial von Bewegtbild im Internet erkannt haben – dies derzeit aber offenbar nicht für beide Branchenzweige in gleichem Maße relevant ist.
Die Studie der Uni Leipzig kritisiert jedoch in ihren Analysen mehrfach den Nachholbedarf des PR-Bereichs in Sachen Bewegtbild, in dem begleitenden Youtube-Video (s.o.) wird dies sogar als "wissenschaftlich bewiesen" dargestellt. Dies lässt sich aus den bisher im Internet veröffentlichten Ergebnissen der Studie nicht ohne weiteres herleiten (Download-Link unten).
Beispielsweise verwenden Journalisten Videos im Gegensatz zur PR öfter als eigenständige Darstellungsform, 15 Prozent veröffentlichen darüber hinaus von Nutzern erstellte Webvideos („user generated content“). Laut Uni Leipzig würden PR-Verantwortliche bislang beide Bereiche vernachlässigen.
Nicht berücksichtigt wird von den Autoren der Studie dabei, dass Journalisten ein anderes Selbstverständnis haben als PR-Berater und es oftmals gar nicht sinnvoll ist, Redaktionen fertig produzierte Beiträge zu liefern. In der Studie geben PR-Verantwortliche dementsprechend etwa drei Mal häufiger als Journalisten an, Rohmaterial (Footage) zu veröffentlichen.
Der zweite Bereich, „user generated content“, lebt auf der anderen Seite oft von der Authentizität, dass Inhalte von Nutzern erstellt und direkt an die Redaktionen geliefert werden. Der Umweg über die PR könnte zu einem Vertrauensverlust bei den Nutzern führen und würde wiederum gegen das Selbstverständnis vieler Journalisten verstoßen.
Diese Beispiele zeigen, dass eine Analyse der Gründe für den geringeren PR-Einsatz im Vergleich zum Journalismus die Studie deutlich aufgewertet hätten. So beinhaltet die Untersuchung letztendlich keine wesentlichen neuen Erkenntnisse: Bewegtbild im Internet wird bereits - sowohl von Journalismus als auch von PR - in unterschiedlich starkem Maße genutzt.
Mehrwert bieten wiederum die Erkenntnisse aus dem Fazit: Die wichtigsten künftigen Erfolgsfaktoren für Bewegtbild-PR sind laut Uni Leipzig einfache Publikations- und Distributionsmöglichkeiten sowie intelligente Konzepte (Best Practices). Sinn mache auch die Einbindung von Rechercheplattformen für Presseinformationen als Distributionswege.
Weitere Informationen & Studien-Download (PDF): http://www.bewegtbildstudie.de Zerfaß, Ansgar/Mahnke, Martina/Rau, Harald/Boltze, Alexander (2008): Bewegtbildkommunikation im Internet – Herausforderungen für Journalismus und PR. Ergebnisbericht der Bewegtbildstudie 2008. Leipzig: Universität Leipzig.
Erst vor wenigen Wochen hatte Procter & Gamble Ex-Bayern-Torhüter Oli Kahn für seine Männerlinie „Men“ verpflichtet. Nun gab der Konsumgüterkonzern bekannt, dass Franzi van Almsick ab Januar 2009 für die Frauen als Testimonial werben wird.
Quelle: obs/wellaflex
Eine Wellenlänge: Franzi van Almsick geht für wellaflex an den Start
Für Franziska als junge Mutter sei laut Presseinformation von P&G ein Styling wichtig, das die Haare lebendig und gepflegt aussehen lässt, gleichzeitig aber den ganzen Tag sitzt und hält. Für die Kampagne sei van Almsick die ideale Partnerin, da die ehemalige Weltmeisterin und Weltsportlerin des Jahres trotz aller Veränderungen immer sie selbst geblieben sei: Eine starke Persönlichkeit mit einer unverwechselbaren, natürlichen Ausstrahlung.
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